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Maastricht

 

Maastricht ist die Hauptstadt der niederländischen Provinz Limburg und eine der ältesten Städte der Niederlande. Der Name der Stadt ist aus dem lateinischen Traiectum ad Mosam und Mosae Traiectum („Maasübergang“) überliefert, welcher wahrscheinlich auf die von den Römern errichtete Brücke zurückgeht. Maastricht liegt im äußersten Südosten der Niederlande zwischen Belgien und Deutschland, an beiden Seiten der Maas. Maastricht grenzt sowohl an das gleichsprachige Flandern als auch an die Wallonie. Die Randlage Maastrichts innerhalb der Niederlande ist vielerorts spürbar. Besonders in der Innenstadt mit seinen französisch anmutenden Geschäften wie der Bonbonnière oder Hotels mit Namen wie les Charmes oder dem Hôtel de l'Empereur ist ein Einfluss der Wallonie erkennbar.

                 

 

            

 

 

 

 

Bereits etwa 500 v. Chr. gab es eine keltische Ansiedlung an einer durchwatbaren Stelle der Maas. Untermauert wird dies durch einen in den Niederlanden einmaligen Münzfund aus dem ersten Jahrhundert vor Christus. Damit zählt Maastricht zu den drei ältesten Städten der Niederlande.

Die zur Herrschaftszeit des Kaisers Augustus errichtete Brücke bildete die Basis für eine erste römische Handelsniederlassung. Später, im 3. Jahrhundert, wurde die Niederlassung zu einem Kastell ausgebaut.

Im 13. Jahrhundert wurde die erste Stadtumwallung (1229–1300) errichtet, nachdem Herzog Heinrich I. von Brabant, genannt „der Mutige“, Maastricht das Stadtrecht verliehen hatte.

Nach der Napoleonischen Zeit wurde Maastricht im Jahr 1815 Teil des Vereinigten Königreichs der Niederlande. Als sich 1830 die südlichen Provinzen des Landes vom Norden unabhängig erklärten und den Staat Belgien gründeten, hielt die Garnison in Maastricht loyal zum niederländischen König Wilhelm I. und blieb 1839 mit dem östlichen Teil des Herzogtums Limburg trotz der Nähe zu Belgien niederländisch.

Maastricht ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts Zentrum der Keramikindustrie der Niederlande. Ein riesiges Industriegelände an der Maas (Céramique) nahe dem Stadtkern wurde in den 1980er Jahren von den Keramikwerken geräumt und ist jetzt ein vornehmes Wohnviertel.

1992 wurde im „Gouvernement“, dem Sitz der Provinzialregierung von Limburg, der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, der zur Gründung der Europäischen Union führte. Dieser Vertrag trat im November 1993 in Kraft.

Maastricht ist eine Karnevalshochburg. Das Fest zieht jedes Jahr viele Touristen an und ist daher von großer kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung. Die Karnevalssaison fängt am 11. November an und endet am Aschermittwoch mit dem Herunterlassen des Mooswiefs, einer Puppe, am Vrijthof-Platz.

Maastricht nimmt mit 1660 unter staatlichem Denkmalschutz stehenden Gebäuden nach Amsterdam einen zweiten Platz in den Niederlanden ein. Unter anderen zählt die Stadt zwei romanische Kirchen, sieben gotische Kirchen und Kapellen, mehrere barocke und klassizistische Kirchen, so wie auch ein paar moderne Kirchen.